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Ich höre Radau,
trommelte Tropfen
fühle mich flau,
klamme Gliederkälte
rieche die Au,
modriger Erdendunst
Essen schmeckt lau,
verdampfte Wärme
seh oben grau.
nebelnde Wetterwolken
Ich weiß:
Es ist blau
hinter dem Grau !
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Der Eine, der Andere und ich.
Ich habe versucht, das gesamte Gedicht auch ins Hochdeutsche zu übersetzen. Das funktionierte aber nicht, da die Stimmung des Gedichtes tatsächlich nur im Fränkischen -und vermutlich auch nur für einen Franken- erfühlbar ist. Zur Verdeutlichung habe ich den letzten Absatz trotzdem ins Hochdeutsche übertragen.
Dä A’ sochd nix,
Iech erzäll G’schicht’n,
der Andä hod a Gwaaf.
Dä A’ fliechd nein Urlaub,
dä Andä fährd mid’m Rod,
und iech, iech laaf.
Der A’ säufd an Schnaps,
der Andä dringd a Bier,
und iech hob kan Durschd.
Der A’ is Bolidigä,
der Andä rechd si’ auf
und mier, mier ist des wurschd.
Der A’ is’ berühmd,
der Andä wärs gern a,
und iech bin hald einfoch so.
Der A’ suchd an Sinn,
der Andä, der bed’
obä iech, iech bi blos do.
Der A’ schaud nooch vorn
der Andä nooch hind’,
und iech leb’ heud.
Der A’ hod Angsd vor’m Schderm,
der Andä vor’m Leem,
iech ned, well miech äs Leem freud.
Der Eine schaut nach vorne,
der Andere nach hinten,
und ich lebe heut’.
Der Eine hat Angst vor dem Tod,
der Andere vor dem Leben,
ich nicht, weil mich das Leben freut.
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Halt ein, Geliebte,
sieh, sieh doch, sieh:
Dies helle Flimmern !
Dort in den Blüten -
als würden zarte Flügel schimmern!
Halt ein, Geliebte,
hör, hör doch, hör:
Dies leise Wispern!
Dort in den Ästen -
als würden feine Stimmchen flüstern!
Sind’s Waldgeister,
sind’s Blumenfeen?
Sind sie um uns,
obgleich wir sie
nicht seh’n?
Ob unsere Liebe sie herbeigeführt?
Ob diese Wesen das Große zwischen uns gespürt?
Gewiss sind sie hier
um über uns zu wachen.
Komm, Geliebte,
lass uns mit ihnen
singen, tanzen, lachen…
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Voll Fränkisch. Langsam zu sprechen wie es geschrieben steht.
So, du alder Mo’, etz wärd’s longsom Zeid zäm geh’.
Kumm, steh’ auf, iech helf’ dä’ ‘nei dei’n weiss’n Mand’l.
Schau hi’, siggsd’ den junga’ Bursch’ dodn steh’?
Ja, der dord, im grüna’ Rock mid laudä bunda’ Band’l.
Der braucht dein’ Blotz,
dem mussd du weich’n,
s’wär gscheidä’ du gengäsd vo’ alaa’!
Der is’ so jung, so storg,
obä’ du scho’ so old,
und der hod fei krofd für zwaa.
Kumm, es is’ Zeid, des Börschla’ stehd scho’ vor dä’ Dür,
um ihm pfeufd’s und singd’s, dä Lärm, der is’ eh nix für dir.
Iech hob’ mi’ g’freud, das’d do g’wen bisd
und dank’ dä’ für dei’ schöna’ G’schenk’.
Weil iech so gern’ an’s Lach’n vo’ di’
glan’n Kin’nä am Schlidd’nberch dro’m denk.
Obä’etz, ‘etz kummd der grü’ Bursch’ däher
und übä’ dem freu’ iech miech aa.
Der lachd so schö’ und singd und danzd
den ganz’n dooch mit der worma’ Sunna.
Also, donn, mei’ aldä’ Freund, servus, bis zäm’ nächsd’n moll.
Kumm rei’, dridd ei’, du schönä’ bursch, obä treib’s mä’ bidd’schö’ ned’ zä doll.
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Vom Schlaf
ins Bewusstsein
dämmernd
findet meine Hand
nur Leere an meiner Seite.
Mein Verstand
versucht zu
begreifen, dass
du nicht da bist,
während ich ins Wache gleite.
Im Zwielicht
der jungen
Stunde beginnt
der Tag still
und leer ganz ohne dich.
Unter der
klammen Decke
fehlt deine
Wärme,
in der Kühle fröstelt mich.
Dann setzt
die Erinnerung
ein und
ich begreife,
du gingst nicht ohne Sinn.
Dein
Aufbruch
bedeutet
nichts weiter
als einen neuen Beginn.
Obwohl
mich jetzt
die Sehnsucht
anspringt,
kehrt mein Lächeln zurück.
Ich weiß,
auf deinem
neuen Weg
findest du sicher dein Glück.
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Als ich grad
vor die Türe trat,
fand ich so lau die Luft,
und vom Winde her getragen
stieg in die Nase ein herrlich frischer Duft.
D’rauf hört’ ich
aus dem nahen Walde
des Spechtes Trommeln hallen
und zugleich vom Felde drüben
der Lerche Jubilieren schallen.
“Ja, kommt er endlich an ?”,
– Denk’ ich und schau gleich nach,
ob’s Treiben schon begonnen.
Find’ glücklich dann am Buchenzweige
das erste zarte Grün! Hurra!
Es scheint, er hat gewonnen…!
Der alte Weiße
schmilzt dahin und räumt geschwind das Felde.
Der junge Bunte
marschiert heran – er trifft ganz sicher ein in Bälde.
Er kommt! Er kommt!
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Es ist etwas in mir,
in mir,
es will heraus, ich explodier,
zerplatz’ bald wie ein Luftballon!
Möcht’ toben, schreien, lamentieren,
an alle weißen Wände schmieren,
es muss hinaus aus mir,
aus mir!
Brauch ein Ventil für diesen hellen, klaren Ton,
der in mir singt und klingt und schwingt
und mich durchdringt.
Hinaus, hinaus,
damit die Welt ihn hört,
den Ton,
der mich so sehr betört,
der in mir singt und schwingt
und mich zum Klingen bringt,
als wär ich einer hellen Glocke gleich.
Der Ton, so herrlich rein so klar,
so wunderbar,
er muss hinaus in diese Welt
damit auch sie bald klingt
und schwingt und singt.
Damit er sie bezwingt.
Die Welt.
Der Ton.
Der meinem Innersten entspringt,
entstand,
als Du mein Herz berührt,
mit deinem Sein.
Als ich dich in mir gespürt,
ganz leicht, ganz zart, beschwingt,
dein Ton,
er klingt und singt
hinaus in diese Welt
damit sie mit ihm
schwingt und singt und klingt….
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Der Mohn blüht rot
entlang des Zaun’s
der Draht ist ihm egal.
Mal blüht er hüben,
dann blüht er drüben,
er hat die freie Wahl.
Der Mensch,
der hat sie nicht,
der muss auf einer Seite steh’n
Nur wer die Schlüssel hat zum Tor,
der kann nach drinnen
-oder draußen- geh’n.
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Zum Hören:
Nebelkind1.mp3"
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Ich spür' was in der Luft,
was Leichtes, Sanftes,
es kommt mir vor
wie allerfeinste Nebelschwaden,
die um mich schweben,
ganz zart,
als wär's ein luft'ges Wesen.
Es ist,
als würde ich im Nebel baden.
Dann wieder
scheint's mich zu durchdringen,
mich sanft zu heben,
worauf ich leicht und luftig werde,
und eins mit diesem feinem Nichts
mich löse von der Erde.
Und selber schwebe.
Mit angehalt'nem Atem
schau ich die Welt von oben,
getragen von dem Nebelgleichen.
ich seh' dort unten
was ich lebe,
seh' mich und euch,
seh' Menschenwege
und die vom Leben gestellten Weichen.
Und dann, ein Hauch,
das Neblige, es schwindet,
ich finde mich am Boden wieder
und bin doch voller Leichtigkeit.
Mir ist,
als wär ich eine Feder,
könnt' segeln mit dem Wind,
ja,
als wär' ich selbst ein luftig' Wesen,
ein neugeborenes Nebelkind.
Da ist was in der Luft, was Leichtes, Sanftes,
es kommt mir vor
wie allerfeinste Nebelschwaden.
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Hören Sie doch mal zu:
Die-Katze.mp3
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Ich geh dahin,
geh meines Wegs,
ganz ohne Sinn.
Dann sitzt sie da
und starrt mich an.
Ich starr zurück,
regungslos,
minutenlang.
Sie senkt den Blick.
Ich wähne mich als Sieger,
geh einen Schritt.
Da starrt sie wieder.
Mit kalten Augen,
jetzt wird mir bang
und ich schau nieder.
Ich geh dahin,
des Wegs,
woher ich kam.
Ich kehrte um,
konnt’ nicht vorbei,
weiß nicht warum.
Schau nicht zurück,
fühl ihren Blick.
Sie starrt mir nach.
Schnell wird der Schritt,
ich lauf’ zurück.
Dann bin ich da.
Woher ich kam.
Geh wieder weg,
irgendwohin,
hab nichts im Sinn.
Geh meines Wegs.
Schon sitzt sie da
und starrt mich an.
Senk gleich den Blick
und dreh herum.
Schau mich nicht um.
Muss nicht wohin,
hatt’ nichts im Sinn.
Ich geh zurück.
Woher ich kam.
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Heut ist der Wald
besonders still
– es scheint,
als würde er träumen;
hör nicht wie sonst
die Blätter rauschen -
nur Schweigen
in den Bäumen
Kein Specht der klopft,
kein Vogel singt,
kein Laut
dringt an mein Ohr -
als ob die Stille
tief in mir
sich mit dem
Wald verschwor
Es ist, als würden
Wald und ich
in dem Schweigen
eines sein -
als sei ich Baum,
als sei Baum ich -
als wär ich auf
der Welt allein.
In dieser Zeit -
die ohne Laut,
schien mir die Erde
still zu stehen -
Sorgen, Not
und Leid in
dem Stillen
aufzugehen.
Als dann ein sachter
Ton erklingt
– ein Vogel
zwitschert leise -
bin ich erneut in
dieser Welt -
zurück von meiner
inneren Reise
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Hör doch:
Ein-Kuss1.mp3
(piano)
Heut morgen,
da lehnt ‘ ich mich zurück,
nahm mir einen Augenblick,
träumte
vor mich hin,
dachte
an des Lebens Sinn,
schloss meine Augen
für einen langen Wimpernschlag.
(mezzopiano)
Und plötzlich -
war mir…. als ob…
- ja, wie ich’ s wohl am besten sag’ ? -
es schien…als wär…
(forte, presto)
als würden Lippen mich berühren
als würd’ ich sie auf meinen spüren,
ein Hauch, ein feines Brennen,
(fortissimo)
- dann jähes, schweres Sehnen,
Hände fassen, greifen,
aufgerissene Augen schweifen,
(piano, lento)
doch fass’ ich ins Leere, kein Halt,
nichts warm, nichts weich,
seh’ nur das Licht des
jungen Tages, fahl und bleich.
(pianissimo)
Was übrig bleibt
ist nichts als eine Ahnung
und dies
zarte Brennen als Erinnerung,
zu spüren,
wenn ich
die Augen schließ.
(piano)
Die Lippen,
die ich fühlte auf den meinen,
waren sie erträumt ?
Oder….
waren….
es….
vielleicht….
die deinen? |
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Sachen
machen,
lauthals lachen.
Hanseaten
waten
– Fische braten.
Hennen
rennen
über Tennen.
Geigen
streiken:
keine Reigen.
Banken
stanken
ihre Ranken.
Pillen
killen
die Bazillen.
Frau
blau:
nimmer Jungfrau.
Fliegen
bekriegen
arme Ziegen.
Sorgen
verborgen
– erst übermorgen.
Wicht
besticht
- vor Gericht.
Nicht
Licht
– keine Sicht.
Dicht
schlicht
– blödes Gedicht!
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Ich schau aus dem Fenster.
bewegtes grün im wind,
schwarzes fliegt geschwind,
gelbes singt kraftvoll.
weißes rast wie toll
durch nur wenig blau,
wird zum dunklen grau.
klares fällt herunter,
rotes wird nun munter,
violettes streckt das köpfchen,
braunes saugt die tröpfchen.
Ich lächle.
Der Regen wäscht mein Auto.
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Verborgen sind,
ganz tief im mir
Gefühle, Schmerz und Pein.
Ich kann nicht teilen
auch nicht mit dir
es darf nur meines sein.
Kannst nicht verstehen
und musst auch nicht
was ich tief drinnen spür
damit dein
großes Herz nicht bricht
behalt ich es bei mir.
Verschließ es
fest mit Schloss und Ketten
versteck den Schlüssel gut
Doch möchtest
du mich einmal retten
erfrag’s Versteck, hab Mut.
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Schweiß läuft in Strömen
überall Stöhnen
die Hitze, die Hitze
Schwitze !
In Bächen am Rücken
ohne Entzücken
hinein in den Spalt
Halt !
Dort ist er verschwunden
wart nicht mehr gefunden
Wohin ist er wohl ?
Toll !
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Wortbilder Gefühlt, gehört, gesehen.
Gereimt, geschrieben, gesprochen.
oder
G'fühld, g'hörd, g'seng.
G'reimd, g'schriem, g'red.
Verse über Dinge die mir begegnen. In mir und im Außen. In Augenblicken und in Zeiträumen. Im Vergangenen und im Zukünftigen. Festgehaltene Momente persönlicher Sichtweisen. Manchmal auch im Dialekt. Weil es Situationen gibt, in denen nur die Mund:ART fränkische Seelenbilder beschreiben kann.
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